Das Ende des Transgender-Hypes?
In den letzten Jahren kam man in kaum einem Medium am Thema Transgender vorbei In Zeitungen, Fernsehen und vor allem im Internet begegnete man immer mehr Menschen, die sich als „trans“ identifizierten, also als Personen des anderen Geschlechts. US-Studien deuten nun darauf hin, dass der Trans-Trend seinen Zenit überschritten haben könnte.
Jahrelang verkündeten die Medien, wer sich als „trans“ identifiziere, sei auch „trans“. Sprich: Wenn ein biologischer Mann sagte, er sei eine Frau, dann musste er als Frau behandelt und angesprochen werden. Die Folge: Männer hatten Zutritt zu Schutzräumen von Frauen wie Duschen und Umkleidekabinen, wurden in Frauengefängnissen untergebracht oder gewannen als Trans-Frauen reihenweise Sportmedaillen, weil die eigentlichen Frauen im Wettkampf gegen einen biologischen Mann keine echte Chance hatten. Wer sich gegen diese Missstände zur Wehr setzte, wurde kurzerhand als „transphob“ gebrandmarkt.
Die Folgen für Jugendliche
Doch der Trend zog auch andere Folgen nach sich. Immer mehr junge Menschen meinten plötzlich ihre Identität jenseits ihres eigenen Geschlechts zu entdecken und nahmen Pubertätsblocker oder gleich Hormone des anderen Geschlechts. Zahllose junge Mädchen liessen sich die Brüste amputieren, um ihren Körper einem männlichen anzugleichen. In Deutschland trat das „Selbstbestimmungsgesetz“ in Kraft, das es Jugendlichen ab 14 Jahren gestattet, über ihren Geschlechtseintrag zu bestimmen. Schweizer Lehrer wurden dazu angehalten, Schüler, die sich als „trans“ identifizierten, fraglos in ihrer „Identität“ zu bestärken. Eltern, die ihre Kinder vor einer Geschlechtsveränderung schützen wollten, mussten um das Sorgerecht bangen.
Nun scheint sich das Blatt zu wenden. Verschiedene Studien zeigen, dass sich in den USA in den letzten zwei Jahren deutlich weniger junge Menschen als „trans“ oder „non-binär“ (d.h. keinem Geschlecht zugehörig) identifizierten als noch Anfang der 2020er Jahre. Bei den 18- bis 22-Jährigen sank zwischen 2022 und 2024 die Zahl derer, die sich als „trans“ bezeichneten, sogar um die Hälfte.
Ein ansteckendes Zeitgeistphänomen
Dies zeigt, dass Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Alexander Korte Recht hatte, als er schon vor Jahren den Trans-Trend als „Zeitgeistphänomen“ bezeichnete, das über soziale Ansteckung Verbreitung finde. Trans zu sein, sei eine „Identifikationsschablone […], die, über die Massenmedien in Umlauf gebracht, auf eine Gruppe vulnerabler Jugendlicher mit Problemen im Bereich der Selbstwahrnehmung, Körperakzeptanz und Integration der pubertätsbedingten Reifungsvorgänge trifft“.
Ursache für diese Probleme sei laut Korte in vielen Fällen „ein schmerzhaftes Entfremdungserleben des gesunden, sich jedoch in der Pubertät verändernden Körpers“, letztlich „eine Art Scheitern an den Klippen der Pubertät“.
Dass Korte für diese klaren Worte angegriffen wurde, versteht sich in der heutigen verkehrten Welt fast von selbst. Doch ebenso offensichtlich ist, dass ein junger Mensch, der mit solchen Problemen zu kämpfen hat, echte Hilfe benötigt. Diese Hilfe sollte in einem unterstützenden Umfeld bestehen, einem liebevollen Elternhaus, verständnisvollen Lehrern, guten Freunden – und natürlich auch in der Möglichkeit von psychologischer oder psychotherapeutischer Beratung.
Das Geschlecht kann man nicht ändern
Langfristig wenig hilfreich ist es hingegen, wenn man die natürliche Entwicklung junger Menschen blockiert, sie lebenslang von Hormonen abhängig macht und ihre gesunden Körper durch chirurgische Eingriffe in „Umbauprojekte“ verwandelt.
Das bestätigt auch Christian Brönimann, ehemals berühmteste „Trans-Frau“ der Schweiz. Fast 30 Jahre lebte er als „Nadia“ und liess einige körperliche Veränderungen an sich vornehmen mit dem Ziel, seinen seelischen Schmerz zu stillen. Doch all dies brachte keine Heilung und er musste erkennen: „Der Körper war nie das eigentliche Problem.“ Heute lebt er wieder als Mann und bekennt: „Ich trauere um Christians gesunden Körper und das, was ich ihm angetan habe.“
In den USA scheint sich nun ein Ende des Trans-Trends abzuzeichnen. Man kann nur hoffen, dass es auch in Europa bald soweit ist. Den jungen Menschen, die aufgrund dieses kurzlebigen Zeitgeistphänomens bereits zu lebenslangen Patienten, gemacht wurden, bringt das traurigerweise ihren gesunden Körper nicht zurück.
Von Ursula Baumgartner, Stiftung Zukunft-CH, 30.1.2026
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