Ein unheiliger Pakt: Wie Linke und Muslime Europas Wahlen entscheiden


Es muss nicht einmal so weit kommen, dass Muslime selbst regieren. Es reicht, wenn die Linken an die Macht kommen – denn sie vertreten in vielen Fragen Positionen, die bei einem grossen Teil muslimischer Wähler auf Zustimmung stossen. Das jüngste Beispiel aus Berlin zeigt diesen Zusammenhang drastisch.

Nach ihrem Wahlsieg bei der Abgeordnetenhauswahl vom 20. September 2026 sprach die neue Spitzenpolitikerin der Linken, Elif Eralp, auf Türkisch zu ihren Anhängern. Auf einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei in Neukölln trat der Rapper Dahabflex auf und sang: „Yalla Yalla Intifada“ sowie „Death to the IDF“.

„Intifada“-Wahlen

Die wörtliche Bedeutung von „Intifada“ ist „Abschütteln“ bzw. „Erhebung“. Politisch repräsentiert er vor allem die beiden palästinensischen Aufstände gegen Israel von 1987 bis 1993 und von 2000 bis 2005. „Death to the IDF“ bedeutet auf Deutsch „Tod für die IDF“ bzw. „Tod den israelischen Streitkräften“, wobei IDF für „Israel Defense Forces“ (israelische Verteidigungsstreitkräfte) steht. Die Parole ist damit eindeutig auf die israelischen Streitkräfte bezogen.

Berlin 2026: 51 Prozent der Muslime wählen die Linke

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat die Linkspartei die Abgeordnetenwahl in Berlin gewonnen – mit 25,7 Prozent der Stimmen und einem deutlichen Vorsprung vor der CDU. Eine auffallend starke Unterstützung erhielt sie dabei von rund 400’000 muslimischen Wählern.

Laut einer Nachwahlbefragung der Forschungsgruppe „Wahlen“ stimmten 51 Prozent der befragten muslimischen Wähler für die Linkspartei – 36 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2023. Zum Vergleich: Unter christlichen Wählern kamen nur rund 16 Prozent auf die Linke. Insgesamt erhielten die linken Parteien – Linke, SPD, Grüne und das linkspopulistische BSW – bei muslimischen Wählern in Berlin 82 Prozent der Stimmen.

Die Linke mobilisierte bei der Wahl netto rund 75’000 Personen, die bei der vorherigen Abgeordnetenhauswahl nicht abgestimmt hatten– mehr als jede andere Partei. In Bezirken wie Neukölln, Wedding oder dem Brunnenviertel, wo viele Bewohner türkisch- oder arabischstämmig sind, verdreifachte die Linke ihren Stimmenanteil teilweise und erreichte bis zu 42 Prozent.

Schweden: Rund 85 Prozent der Muslime wählen links

Ein ähnliches Bild zeigte sich wenige Wochen zuvor in Schweden. Bei der Reichstagswahl im September 2026 sicherten muslimische Wähler dem rot-grünen Linksbündnis einen hauchdünnen Sieg. Umfragen zufolge gaben 85 Prozent der muslimischen Befragten an, eine der linken Parteien – Sozialdemokraten, Linkspartei oder Grüne – wählen zu wollen. Die Sozialdemokraten allein kamen auf 61,6 Prozent der muslimischen Stimmen, mehr als das Doppelte ihres Gesamtergebnisses.

In Malmö-Rosengård, einem Bezirk mit hohem Migrantenanteil, wählten mehr als 90 Prozent der Stimmberechtigten eine linke Partei: 54 Prozent Sozialdemokraten, 41,2 Prozent Linkspartei und 1,4 Prozent Grüne. Ohne diese Stimmen wäre die rechtskonservative Allianz unter Führung der Schwedendemokraten im Amt geblieben.

Gleiches gilt für Frankreich

Das Muster ist nicht neu. In Frankreich gewann François Hollande die Präsidentschaftswahl 2012 nicht zuletzt dank der muslimischen Wähler. Laut „IFOP“ und „OpinionWay“ stimmten 86 bis 93 Prozent der französischen Muslime für den Sozialisten – 34 Prozentpunkte mehr als der nationale Durchschnitt. Keine andere Bevölkerungsgruppe unterstützte Hollande so massiv.

Bereits 2007 hatte Nicolas Sarkozy profitiert, indem er während der Unruhen in den muslimisch geprägten Vorstädten als starker Innenminister auftrat. Doch 2012 war der muslimische Wahlblock entscheidend für den linken Sieg.

Der Deal? Linke liefern Politik, Muslime liefern Stimmen

Die Gegenleistung der Linken bleibt selten aus. In Berlin warb die Linkspartei im Wahlkampf 2026 so konsequent um Migranten wie keine Partei zuvor. Sie klingelte an mehr als 250’000 Haustüren und führten Gespräche – in Neukölln und Wedding auf Türkisch und Arabisch. Spitzenkandidatin Elif Eralp nutzte mehrsprachige Flyer und sprach gezielt Wähler in ihren Muttersprachen an.

Inhaltlich lieferte die Linke, was muslimische Wähler erwarten: strikte Israel-Kritik, Kopftuch-Freiheit in Schulen und Behörden, Kampf gegen „Islamfeindlichkeit“ und eine offene Migrationspolitik. Die Partei positionierte sich als Anwalt der muslimischen Community – und wurde dafür mit deren Stimmen belohnt.

In Schweden infiltrierten laut Berichten Mitglieder der Muslimbruderschaft seit Jahren die Sozialdemokraten und beeinflussten deren Programm. Die Partei öffnete sich für islamische Verbände, übernahm deren Forderungen und erhielt im Gegenzug deren Wählermobilisierung.

Eine Allianz mit Folgen

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Muslime können heute Wahlen in Europa prägen und bestimmen. Es braucht keine muslimischen Regierungschefs – es reicht, wenn die Linken an die Macht kommen. Denn sie vertreten die muslimischen Interessen bedingungslos.

Der Preis dafür ist hoch: Linke Parteien normalisieren israelfeindliche Parolen wie „Yalla Intifada“ und öffnen ihre Programme zunehmend islamischen Forderungen. Im Gegenzug erhalten sie einen treuen Wahlblock, der über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Berlin und Schweden sind keine Einzelfälle. Sie sind Warnsignale. Wer diese Allianz ignoriert, verkennt die neue Realität Europas: Die Zukunft wird nicht nur an Urnen entschieden – sondern auch in Moscheen, Gemeindezentren und migrantischen Netzwerken.

Von M. Hikmat

Quelle: Stiftung Zukunft CH

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Bild: KI-erzeugt © GHB

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